Für unser Projekt „Tree PONG I” wollten wir eine wachsende Klangskulptur bauen, die zur Interaktion und Klangexperimenten einlädt. Die Grundbausteine der Skulptur bilden zwei größere Metallrahmen, die wir vom Bau des Kiosks noch übrig hatten – ursprünglich war das ein Gewächshaus. Wir haben das Instrument erst vor Ort geplant und lediglich ein paar grundlegende Materialien eingepackt.
Sound
Bei uns kam immer wieder der Gedanke auf, in der Messestadt ein Instrument zu bauen, das zur Klangerzeugung vor allem Wind nutzt. Im Quartier gibt es viele Freiflächen und letztlich auch viel Wind. Ein Kunstwerk in der Messestadt mit dem Titel „Löwenspinne” wird so (vielleicht auch zufällig?) zur Klanginstallation, sobald der Wind durch die Seile der Skulptur pfeift…
Für unsere Skulptur haben wir diesen Aspekt der Klangerzeugung jedoch erst einmal ausgeklammert und mit Saiten, einem Kontaktmikrofon und Holz- und Metallteilen gearbeitet.
The Drill
Ein Workshopteilnehmer hatte die grandiose Idee, einen Kabelbinder auf einem Bithalter vom Akkuschrauber zu befestigen und damit schnell und repetitiv die Saiten zu zupfen. Das war klanglich interessant und hatte einen schönen Bezug zum baukulturellen Kontext unseres Projekts.
Durch Schlegel, ein Kontaktmikrofon und einen kleinen Amp konnten beim Spielen extrem viele unterschiedliche klangliche Nuancen erzeugt werden und das Instrument wurde wie erhofft immer wieder fleißig bespielt. In Zukunft werden wir das Instrument weiterentwickeln und noch mehr Performances aufnehmen.
Equipment und Tools:
- Kontaktmikrofon
- Marshall Mini Amp
- Klaviersaiten und -wirbel (+ Stimmschlüssel)
- Akkuschrauber (+ Bithalter und Kabelbinder)
- Holz- und Metallteile